Naturschutz im Peenetal | Aktuelles

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Handbuch zu Ökologie und Schutz des Seggenrohrsängers erschienen

Ein internationales Team, das Aquatic Warbler Conservation Team (AWCT), legt sich seit 20 Jahren für den Schutz des Seggenrohrsängers ins Zeug. Neben dem Jubiläum, begangen vom 12. bis 15. April 2018 in Brodowin, gab es noch etwas zu feiern: Das Team stellte das druckfrische Handbuch zum Seggenrohrsänger vor. Es fasst den aktuellen Wissensstand zu Ökologie, Habitatmanagement und Schutz des Seggenrohrsängers zusammen. Dabei habne die Herausgeber Franziska Tanneberger und Justyna Kubacka mit 48 Autoren zusammen­gearbeitet. Der Förderverein Naturschutz im Peenetal e.V. hat die Erstellung des Buches ko-finanziert.

Handbuch: Tanneberger, F. & Kubacka, J. (eds.)(2018) The Aquatic Warbler Conservation Handbook

Vegetationskartierung und Laufkäfererfassung 2017

Im Jahr 2017 lag unser Augenmerk besonders auf zwei Themen. Zum einen haben wir eine genaue Vegetationskartierung auf den Mahdflächen durchgeführt. Dazu wurden die Flächen auch mit einer Drohne beflogen. Der Bericht zu den Fernen und Murchiner Wiesen steht zum Download zur Verfügung. Die Auswertung zur Insel Schadefähre erfolgt im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Universität Greifswald.

Bericht (pdf | 3,6 MB)

Außerdem haben wir prüfen lassen, wie sich die Population des sehr seltenen Laufkäfers Carabus menetriesi auf den Fernen Wiesen entwickelt. Dazu wurden ungemähte, im Sommer gemähte und im Winter gemähte Flächen vergleichend untersucht. Dabei wurde auch eine Vielzahl weiterer seltener Laufkäfer-Arten erfasst.

Bericht (pdf | 0.4 MB)

Auswertung von 10 Jahren Pflegemahd im Unteren Peenetal

Wir haben das volle Jahrzehnt unserer Aktivitäten an der Peenemündung - mit Beginn des Seggenrohrsänger-LIFE-Projektes 2006 bis zum Jahr 2016 - zum Anlass genommen, die Ergebnisse der sommerlichen Mahd in den Murchiner Wiesen, Fernen Wiesen und auf der Insel Schadefähre zusammenfassend darzustellen und zu bewerten. Hier kann der Bericht heruntergeladen werden:

Bericht (pdf | 32 MB)

Arbeitseinsatz auf Schadefähre 2015

Es ist geschafft - nach dem Arbeitseinsatz liegen 500 m3 Kleinballen von Schadefähre in Schmuggerow in einer Scheune und werden nun als Rinder-/Pferdefutter und ggf. Einstreu (kombiniert mit Biogasanlage) verwertet.

Damit gab es erstmals seit mind. 50 Jahren wieder einen Heutransport von der Insel aufs Festland.

Möglich war das, weil am 14. und 15. September 2015 Freiwillige auf Schadefähre dabei halfen die Biomasse von 10 ha per Hand auf die MS Dömitz zu verladen. Per Schiff wurden die Heuballen dann in den Anklammer Hafen gebracht, dort per Kran entladen und dann mit Schlepper und Anhänger zum Landwirtschaftsbetrieb transportiert.

Auch im nächsten Jahr ist ein solcher Arbeitseinsatz geplant. Dann wird ein Förderband das Verladen erleichtern.

Die Zusammenarbeit mit der MS Dömitz (Ulli Krüger) und dem Landwirtschaftsbetrieb in Schmuggerow (Kay Wiedemann) klappte hervorragend. Erstaunlich (für fast alle war die gute Haltbarkeit der sisalgebundenen Kleinballen, die auch beim 4. "Anfassen" zum Einlagern in Schmuggerow noch weitgehend intakt waren.